Punktspiele 2018/19 (9)

Auch im letzten Spiel der Saison blieben die beiden Teams der SG 1951 Sonneberg ihrer Linie treu. Während die zweite Mannschaft am Samstag gegen die SSV Burgkunstadt souverän gewann, musste die erste Mannschaft wieder eine vermeidbare Niederlage einstecken.
Im Spiel der 1. Mannschaft gegen den SK Michelau ging es eigentlich um nichts mehr, denn beide Mannschaften konnten den Abstieg nicht mehr entgehen. Trotzdem wollte man sich mit einer ordentlichen Leistung verabschieden. Dies gelang bedauerlicherweise nur den Michelauern und Sonneberg blieb der Trost, wieder ein gutes Spiel abgeliefert zu haben, aber in den entscheidenden Momenten nicht abgebrüht genug zu reagieren.
Das Spiel begann mit einer furiosen Angriffspartie von Mikhael Safronow, der seinen Gegner förmlich überrannte. Allerdings verpasste er den entscheidenden Zug, der einen Turmgewinn bedeutet hätte, schlug verkehrt und hatte plötzlich die Dame weniger und statt einer beruhigenden Führung lag man bereits nach zwei Stunden in Rückstand. Klaus Brückner hat das Siegen verlernt, es fabrizierte sein achtes Saisonremis. Franz Geisensetter ließ seine Figuren am Damenflügel aufmarschieren und hatte so den gegnerischen Königsangriff nichts entgegenzusetzen. Auch Egon Matthäi sucht im Moment seine Bestform, nach zwei unglücklichen Niederlagen in den Runden 7 und 8 war er mit einem Remis zufrieden. Somit lag man zur Halbzeit mit 1:3 hinten. In den restlichen Partien versuchte Sonneberg alles, um wenigstens noch einen Mannschaftspunkt zu retten. Leider gab die Partie von Christopher Hartleb am Spitzenbrett nicht mehr als Remis her. Uwe Neugebauer musste die Qualität opfern, hielt aber die Partie ebenfalls Remis. Bei Klaus-Dieter Jacob klappte es dagegen endlich einmal und er erzielte einen schön herausgespielten Erfolg. Beim Zwischenstand von 4:3 für Michelau waren die Sonneberger optimistisch, dass Klaus Rierl seine Partie zu einem glücklichen Ende führen würde, hatte er doch einen Bauern mehr und seinen geliebten Springer auf dem Brett. Doch er machte einige Patzer und verhalf seinem Gegner zu einem Freibauern und verpasste zu guter Letzt auch noch ein Dauerschach. Damit ging auch das letzte Spiel knapp mit 3:5 verloren und nach einer Saison in der höchsten oberfränkischen Spielklasse muss man wieder kleinere Brötchen backen. Meister und Aufsteiger in die Regionalliga Nord-West wurde der TSV Bindlach II. Was für Sonneberg möglich gewesen wäre, zeigt das Ergebnis aus der 1. Runde, als man den neuen Meister an den Rand einer Niederlage brachte und ein achtbares 4:4-Unentschieden erzielte. Glückwunsch an den Ortsnachbarn SV Neustadt, der durch einen Sieg in Helmbrechts noch den Klassenerhalt schaffte.
Die zweite Mannschaft der SG wollte mit einem Sieg gegen den SSV Burgkunstadt 2 den 2. Platz in der Kreisoberliga absichern. Dies gelang auch in recht überzeugender Manier. Nach einem schnellen Remis von Günter Fleischmann musste Neuzugang Daniel Riedel seinem jugendlichen Gegner zum Sieg gratulieren. Relativ schnell wurde durch einen sicheren Erfolg von Jürgen Metzler der Gleichstand wiederhergestellt. Endlich einmal hat auch unser Wolf, der Roland, wieder mal zugebissen und Sonneberg in Front gebracht. Michael Cronn erhöhte wenig später durch einen weiteren Erfolg auf 3½:1½. Karl-Heinz Jacob sicherte mit einem Remis am 2. Brett zunächst erst einmal den wichtigen 4. Punkt. Das es auch bei John Herrmann wieder aufwärts geht, bewies sein 3. Saisonsieg. Den Schlusspunkt unter eine gute Saison setzte Manfred Roß, der zwar leicht besser stand aber mit einem Remis zufrieden war. Mit diesem 5½:2½-Erfolg wurde mit 11:3 Mannschafts- und 36½ Brettpunkten der 2. Platz belegt. Wie bereits angedeutet, berechtigt dieser Platz zwar zum Aufstieg in die Bezirksliga, kann aber höchstwahrscheinlich aufgrund akuten Spielermangels und der ungünstigen Altersstruktur nicht wahrgenommen werden.
Schade, dass es in einer Stadt wie Sonneberg so wenig Schachspieler gibt, die den Weg zum Verein finden.

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